Du bist nicht du, wenn du hungrig bist
- Irina Wonneberg
- 4. Aug.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 5. Aug.
Das Maul weit aufgerissen, die Lefzen fliegen, der Blick zu allem entschlossen: Der Augenblick des #Leckerlifangens dauert nur ein Bruchteil einer Sekunde. Um diesen besonderen Moment einzufrieren, leistet uns die kurze Belichtungszeit unserer Kamera wertvolle Dienste. Wie solche Bilder von eurem #Hund gelingen, erfahrt ihr in folgendem Beitrag.

Bevor du „Keksbilder“ fotografierst, sollte dein #Hund das #Fangen bereits können. Ist dies nicht der Fall, trainiere es wie folgt:
Verknüpfe das #Fangen mit einem Hörsignal, also z.B. durch ein „Hopp“ und gleich darauf kommt das Leckerli hinterher. Gehe dabei #kleinschrittig vor. Platziere deine Hand mit #Leckerli kurz oberhalb der #Hundenase und lasse das #Leckerli dann fallen. Vergrößere den Abstand allmählich. Falls das #Leckerli auf den Boden fällt versuche zu verhindern, dass sich dein #Hund den #Keks holt. Sonst hat der damit Erfolg und strengt sich beim Fangen nicht mehr an. Wenn das sitzt, ändere deine Wurfposition, indem du den #Keks von vorne wirfst, gehe dabei ebenfalls kleinschrittig vor.
Wenn das #Fangen zuverlässig sitzt, kannst du mit dem #Fotografieren beginnen. Achte dabei auf einen ruhigen #Hintergrund, möglichst einfarbig ohne grobe Strukturen. Eine Hauswand könnte sich hierfür eignen.
#Fotografiere an einem ruhigen Ort ohne Ablenkung durch Passanten oder andere #Hunde.
Achte auf sehr gute Lichtverhältnisse sowie ausreichend Licht auf den #Augen deines #Hundes. Die Sonne befindet sich in deinem Rücken und sollte nicht mehr hoch am Himmel stehen. Dein Hund wird von der Sonne angestrahlt. Nutze für weiches Licht die ersten drei Stunden nach Sonnenaufgang oder die letzten drei vor Sonnenuntergang.
#Fotografiere im manuellen Modus. Wähle Zeit, Blende und ISO entsprechend.
Stelle an deiner Kamera eine kurze Belichtungszeit von 1.000/s bis 1.250/s ein. Die Bewegung deines #Hundes ist sehr schnell und wenn dein Bild nachher scharf sein soll, geht dies nur mit einer kurzen Belichtungszeit.
Platziere deinen #Hund ein wenig erhöht, auf einem großen Stein oder einem niedrigen Podest. Das macht es deinem Hund leichter, an Ort und Stelle zu bleiben, er wird dadurch statischer und bleibt bestenfalls im gewählten Bildausschnitt.

Wirf den #Keks von unten in Richtung Maul, halte dabei die #Kamera auf Augenhöhe und fokussiere auf den Bereich, der auf dem #Foto später scharf erscheinen soll, also auf das #Maul. Löse in dem Moment aus, wenn dein #Hund sein #Maul aufreißt, also kurz bevor das #Leckerli in seinem Schlund verschwindet.
Wenn du eine kleine #Blende wählst, erhöhst du damit die #Schärfentiefe, d.h. dass auch Bildanteile, die hinter deinem #Fokuspunkt liegen, noch scharf sind. Ein gut gemeinter Praxis-Tipp: Nimm keine #Leckerli, die sehr fett oder feucht sind und an den Fingern kleben bleiben.
Natürlich kannst du zum #Fotografieren auch ins #Studio gehen, was ich empfehle. Denn das #Studio ist frei von Ablenkung und du hast die Möglichkeit, einen einfarbigen, unaufgeregten Papier- oder #Vinylhintergrund zu wählen. Du benötigst keine hochwertige #Blitzanlage, sondern kannst einen #Aufsteckblitz für deine #Kamera verwenden. Dann brauchst du noch einen geeigneten #Lichtformer wie z.B. eine #Softbox, die kompatibel für #Aufsteckblitze ist. Bevor du loslegst schau bitte in die Bedienungsanleitung deiner #Kamera, um deren #Blitzsynchronzeit zu erfahren.
Wer die #KI nach der #Blitzsynchronzeit befragt, erhält folgende Antwort: „Die #Blitzsynchronzeit ist die kürzeste #Verschlusszeit, die beim #Fotografieren mit Blitz eingestellt werden kann, damit der gesamte Sensor vom Blitzlicht erfasst wird. Bei den meisten modernen Spiegelreflex- und spiegellosen Kameras liegt sie bei 1/200 oder 1/250 Sekunde.“ Diese Zeit ist ein Richtwert, an den du dich halten solltest, um keine schwarze Balken vom Verschlussvorhang auf deinem Foto zu bekommen. Nur Mut, das Ganze erfordert ein bisschen Übung, ist aber gar nicht so kompliziert wie zunächst befürchtet. Die Freude über ein gelungenes Bild ist nachher umso größer!
Zeige mir gerne deine selbstgeshooteten Bilder – ich bin gespannt, wie dein #Hund beim #Fangen aussieht. Wenn du Fragen hast, wende dich jederzeit gerne an mich. Ich freue mich, wenn ich dir auf dem Weg zum perfekten #Schnapp-Foto weiterhelfen kann. Nun wünsche ich dir viel Erfolg beim Training mit deinem #Hund und beim Einüben der #Keks-Schnapp-Fotos.

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